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Die zweite Staffel „SCHULD“ nach Ferdinand von Schirach

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Unbezweifelt ist von Schirach ein guter Jurist und ein vielleicht noch besserer Schriftsteller.

Mit seinem Buch „Verbrechen“ zog der Realismus in die deutsche Kriminalgeschichtenlandschaft.

Mit dessen Verfilmung, insbesondere mit einem vortrefflichen Schauspieler Bierbichler war das Eis dann mehr als gebrochen.

Mit „Schuld“ stillte von Schirach anschließend das Verlangen seiner gewaltigen Anhängerschaft.

Die natürlich selbstverständliche Verfilmung bedurfte allerdings eines neuen Hauptdarstellers. Auch hier gelang Großartiges und so wurde das Niveau nicht nur erreicht, sondern mit einem Moritz Bleibtreu in gewaltiger Redundanz seines gewöhnlichen Spiels, sogar noch übertroffen.

In der zweiten Staffel von „Schuld“ ist nun schließlich alles anders und doch bleibt vieles gleich.

In einem cooleren Look, mit noch mehr namhaften Darstellern brilliert erneut Moritz Bleibtreu.

Und in diesem Punkt werden sich die Geister scheiden:

Jede der vier Folgen ist ganz unprätentiös, nötige Plotpoints umschiffend und höhepunktlos inszeniert.

Das kann man eben nicht gut finden oder man genießt Kriminalfälle in Reinform, so real, ungestelzt und effektlos wie im wahren Leben.

Bis auf die paar Male, an denen die Nachkolorierung ein wenig sehr zu stark daherkommt, ist diese neue Staffel mit Sicherheit besser als ihr Vorgänger.

Aber da darf man sicher auch Zweifeln.

 

 

Photo: obs/ZDF/Julia Terjung



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