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„Wut“ nach Jelinek an den Münchner Kammerspielen

 

Bildschirmfoto 2017-01-15 um 01.14.47

Agitation,

Gleichmacherei

oder ungleiche Zustände,

über dies und im Grunde ums große Ganze geht es in Elfriede Jelinek´s „Wut“,

das Nicolas Stemann auf die Bühne der Kammerspiele gewuchtet hat.

Da textet es nur so, 

von der ersten Minute an,

dass es eine echte Freude ist,

und wie vom am Schauspiel teilenhmenden Regisseur versprochen, 

bleibt das auch so.

Der Text verschwimmt rasch, 

wie auch die Grenzen im Flirren der Wut. 

Was bleibt, wenn nichts mehr sicher ist?

Was kann ich tun mich selbst zu schützen?

Wer definiert dieses Selbst?

Bedeutet Schutz nicht gleich auch Abgrenzung?

Die Aufführung verändert sich stetig,

gleitet dahin, 

wirft, wie Gischt, hier und da Fragen auf,

und entlässt seine Zuschauer nach einen irrwitzigen Ritt

nachdenklich beglückt.

Das ist Theater 2017.

RL

 



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