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„Elser“ oder wie er die Welt sah und handelte

 

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Im Grunde ist Oliver Hirschbiegel so etwas wie der deutsche Vorzeigeregisseur.

Eine Laufbahn vom Fernsehen zum Kino nach Hollywood und dann international.

Dass er sich trotzdem zu seinem „Untergang“ gerade in Deutschland so einiges anhören musste, verwundert da,

noch mehr, weil seine Auslegung der letzen Stunden im Führerbunker ja nicht zuletzt sogar für den Oscar nominiert wurde.

Es wird also spannend, wie nach der vorangegangenen, kommerziell eher unerfolgreichen „Diana“-Verfilmung die Kritiken nun zum wichtigen „Elser“ ausfallen dürften.

Aber: Ist „Elser“, neben der Tatsache, dass diesen Film endlich gibt,  auch gut?

Ja und allen voran ist da sicher Christian Friedel zu nennen. Besser kann man das nämlich nicht spielen.

Nach seiner brillianten Darstellung des Dorflehrers in „Das weiße Band“ ist dies sicher nun das Glanzstück seiner bisherigen Karriere.

Da stimmt jede hochgezogene Augenbraue oder jedes angedeutete Lächeln, da ist nichts zuviel.

Danach ist sicher auch Burghart Klauser, ja fast im selben Atemzug zu nennen, doch auch Katharina Schüttler oder Johann von Bülow machen ihre Sache großartig.

Dann zu Struktur des Films.

Sie passt, und wie, von der ersten Sekunde an. Ohne viel vorwegzunehmen sind die verschiedenen Zeiten derart miteinander verwoben, dass es den Zuschauer nicht nur sehr begreiflich, sondern darüber hinaus bis vielleicht auf eine kleine Länge im Mittelteil immer spannend bleibt (und das bei einem Film dessen Geschichte bekannt ist.)

Hirschbiegel ist mit „Elser“ ein durchweg überzeugendes Portrait gelungen, das im Gegensatz zu vielen anderen, zur Zeit so in Mode geratenen, Realverfilmungen auch als Spielfilm funktioniert.

(Als Heimatfilm, als Liebesfilm und natürlich als politischer Film.)

Dank dieses Films wissen wir nun, wie mutig Georg Elser war und wie weit mutiger als jeder so angesehene Stauffenberg zum Beispiel.

Hurra für diesen Film und endlich so viele Jahrzehnte später hat die Welt nun die Möglichkeit ihm die verdiente Ehre zu teil werden zu lassen.

Georg Elser war ein Held.

Ende der Debatte.

Haben sie vielen Dank Herr Hirschbiegel.

 



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