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„American sniper“ oder Clint schießt einfach mal wieder daneben.

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So da ist er, der neue Clint Eastwood.

Die Story einen Scharfschützen, der seine Pflicht erfüllt und danach böse Geister vertreiben muss.

Und das, wie sollte es auch anders sein, nach einer wahren Geschichte.

Pro und Contra des Krieges schön nebeneinander aufgebröselt, erst aus der Sicht des Protagonisten, dann als Beobachter des Geschehens. Und mit Bradley Cooper jemand, dem man immer wieder gerne folgt und der auch schön unter Beweis stellt, über die nötige Bandbreite zu verfügen. Eine grundsolide Arbeit, nicht mehr und nicht weniger.

Das war es dann aber auch schon, denn zu viel knirscht es im Detail.

Allen voran das Tempo, vielleicht ging es nur mir so, aber ich konnte beim besten Willen nicht den Hauch eines Rhythmus erkennen.

Dann der Spannungsbogen. Ob der gute Schafschütze den bösen erwischen wird, das kann doch heutzutage nicht mehr den Scheitelpunkt eines Films darstellen, oder?

Zu guter letzt, mangelt es dem Film an Aussagekraft. Selbst wenn man Eastwood´s politische Gesinnung außer acht lassen würde, kann man den Kriegshandlungen doch eine gewisse Spur von Ästhetik nur unschwer absprechen.

Am Ende versteht man auch noch seinen eigenen Protagonisten nicht mehr so richtig. Da geht dann plötzlich alles viel zu schnell und der große Abspannsknalleffekt ist damit leider ebenso hinüber.

Mensch Clint, mach doch mal wieder großes Kino, hast du doch schon so toll hinbekommen, wird mal wieder Zeit.

Es ist sehr selten, dass mich ein Film am Anfang so ansprach und am Ende so gleichgültig zurückliess.

„American sniper“ erzählt so einfach überhaupt nichts Neues, was nicht zum Beispiel bereits vor mehr als einem Jahrzehnt vom guten, alten Oliver Stone zur Genüge ausgewalzt wurde. Schade, schade.

Dass man Bradley Cooper einfach jede Rolle abnimmt bleibt vielleicht das einzige Highlight und trotzdem kann man ihm den Oscar für diesen Kriegsfilm kaum wünschen.

 



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