Allgemein

„Exiles“ von Luc Perceval

 

Exiles 2

Das wird schwierig, denkt man sich bereits zu Beginn der Vorstellung.

Und behält damit Recht: Für mehr als eine Handvoll Zuschauer ist das zu schwer.

90 Prozent des Textes wurde gestrichen, angeblich zu viele Wiederholungen, zu auserzählt, zu viel Schönsprache a la Proust und trotzdem ist es nur minder leichter geworden.

Jeder der sich an James Joyce´s „Ulysses“ gewagt hat, weiss ja auch im Vorhinein, hier wird und kann keine unterhaltende Unterhaltung anstehen, 90 Prozent hin oder her.

Ebenso wie gerade, vom nur einen Steinwurf entfernten Intendanten Martin Kusej auf die Bühne gebrachten „Wer hat Angst vor Virgnia Woolf“  geht es auch in „Exiles“

um eine Viererbeziehung. Der Vergleich zum Residenztheater Stück ist jedoch gewaltig. Nicht von der Güte des Darbietung her, sondern der Erzählmittel, denen sich die unterschiedlichen Aufführungen bemühen.

Was dort ausdiskutiert werden darf und soll, wurde hier gestrichen oder durch grandioses, experimentelles Spiel auf einem Kontrabass ersetzt.

Das ist anders als vieles und nie leicht zu verstehen, denn Luc Percevals will das so.

Dine Doneff´s Darbietung am Kontrabass ist eine Schau.

Und natürlich ist das schwere Kost, das gibt schon der Name des Autors vor.

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.