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„Honig im Kopf“ – Die Kritik

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Til Schweiger, Til Schweiger, Til Schweiger, Til Schweiger. Der Name ist einem mittlerweile so präsent, dass man fast glauben könnte eine ganze Kritik nur mit diesem Namen auszukommen.

Also: Til Schweiger!

Von der Lindenstrasse zum schauspielenden, produzierenden, drehbuchschreibenden und regieführenden Millionär.

Durch unbändig viel Fleiss vom deutschen Kinopublikum mit den nötigen Mitteln dazu ausgestattet, scheint das Einzige, was auf Erden noch (wie leider zu Lebzeiten seinem filmischen Ziehvater Bernd Eichinger ebenfalls) fehlt die Anerkennung der intellektuellen Elite zu sein.

Warum dann nicht ein Thema aus der Mitte der Gesellschaft? Warum nicht Demenz?

In seinem neuesten Kinostreich „Honig im Kopf“ stellt sich genau dieses Problem nämlich auf Seiten eines verwitweten Großvaters (hervorragend dargestellt, aber hier ist man auch über Jahrzehnte der Sympathie sehr beeinflusst, auch so ein guter Schweigerwinkelzug, vom genialen Dieter Hallervorden).

Jetzt kann man mäkeln, dass auch hier gleich wieder dieses saftige Schweiger-Licht, der typische hollywoodimitierende Schnitt oder die andauernde Musikuntermalung zum Einsatz kommt, aber andererseits spielt hier ein, bis in die kleinsten Rollen wunderbar funktionierender und viel Vergnügen bereitender Cast, der vielleicht nicht nur in Deutschland seinesgleichen sucht.

Til Schweiger postuliert durch jeden seiner Filme: Deutsches Kino, wir sind wer! Und deswegen mögen ihn viele nicht.

Til Schweiger ist auch noch stolz auf seine Arbeit und das mögen viele in diesem Land noch viel weniger.

Aber was viele zu vergessen scheinen: Til Schweiger ist auch ein unermüdlicher, akribischer Arbeiter und geht mutig voran.

Und genau deswegen darf doch, trotz dieser ganzen Ressentiments gegen ihn, stark bezweifelt werden, dass er mit einem seiner kommenden Filmen nicht endlich auch das ersehnte Fleissbildchen durch Deutschlands intellektuellen Elite verliehen bekommt. Honig im Kopf ist dafür jedenfalls ein guter Anfang. (Auch wenn der Film im Mittelteil leider kurzfristig seinen Rhytmus verliert.)

Til Schweiger!

 

 

 



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