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Schweigeminute @ Filmfest München 2016

Moovie "Schweigeminute"

Einen sehr leichten Text über das Wechselspiel von Erotik und Trauer hatte der große Siegfried Lenz da im Jahre 2008 verfasst.

Eine schwärmerische „Coming-of-age“-Novelle im Schulambiente war das und dennoch vielleicht einer der ganz großen Lenz Texte, der Schweres eben so mühelos erscheinen lässt.

Nun ist diese, als Film schwer vorstellbare, Geschichte also verfilmt worden.

Das Beste zuerst:

Bereits in den ersten Minuten wird man hineingezogen in das Leben, wie die Wirrungen von Christion Voigt.

(brilliant gespielt von Jonas Nay, dessen einzelne Blicke mehr verraten als viel der Worte)

Die Atmosphäre ist dicht und auch der unaufdringliche Soundtrack unterstreicht gerade das Unaussprechliche im Zwischenmenschlichen hervorragend.

Auch das Stilmittel der Voice Over ermöglicht trotz Verfilmung einen weiteren tollen Einfluß des lenzschen Kosmos auf diese Version seiner Novelle.

Das hätte Herrn Lenz sicher gefallen.

 

Zum Negativen:

Wieso wird dieser Film nicht deutschlandweit im Kino sondern „nur“ im Fernsehen gezeigt?

Das verstehe wer will, wir jedenfalls nicht.

 

 

 

 



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