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Hexenjagd @ Residenztheater München

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Der Henker, die Verleumdungen, Anzeigen wie Anklagen,

aus welchem Grund auch immer,

immer brauchen sie eins,

eine Schuld.

Und genau diese Schuld ist es, die Regisseurin Tina Lanik bei ihrer Inszenierung von Millers „Hexenjagd“

ins Rampenlicht stellt,

die sich wie ein Gespenst durch die düsteren Szenenbilder von Stefan Hageneier zieht,

und die sich zu manifestieren scheint,

dort vor dem höchsten Organ der Rechtsprechung.

Eine Heuchelei gibt sich flink die Hand mit der nächsten,

feige weichen Menschen der Angst aus,

und liefern damit nicht nur ein Gesellschaftsparabel der damaligen Zeit.

Ins Rollen gebracht hat das Alles die Schauspielerei von Abigail,

und so erfreut man sich hier einer Metaebene,

an einem Schauspiel im selbigen,

fiebert mit, wird moralisch auf die Probe gestellt 

und beklatscht am Ende einen überaus gelungenen Abend.

Vor allem Thomas Loibl als John Proctor und Valery Tscheplanowa zeigen furios ihr Können.

Regisseurin Tina Lanik macht mittlerweile sehr viel für das Residenztheater

und sie macht das Alles sehr gut.

„Hexenjagd“ hat sie zu einem spannenden Ensemble-Thriller gemacht.

photo: Thomas Aurin 



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