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Im Reich der Mitte oder mit Bierbichler auf der Kammerspielbühne

 

Mittelreich-901-©-Judith Buss

© Judith Buss

Mittelreich – diesen Roman über das Verlorengehen, wie Verlorensein für die Bühne zu adaptieren ist unmöglich.

Unzählige Geschichten, nebensächlich, hauptsächlich und fortlaufend, gehen da auf den Seiten ineinander über.

Dass eine Theateradaption doch gelingt, nein, vielleicht sogar mehr Verve als der Roman besitzt, liegt nicht zuletzt an der Konzentration.

Wie aus einem Holzblock hat Anna-Sophie Mahler sie herausgehauen, diese Essenz der Unnahbarkeit.

Mit einem musikalischen Entree verfolgt man sie also dann die Misere, für die es von Anfang an kein Mittel, keine Hoffnung und nicht einen Rettungsschimmer zu geben scheint.

Man leidet, fast von der ersten Minute an, durch die Unsagbarkeit, Unkommunikation und das Fehlen der Liebe.

Besser als das Buch!

Wie immer hervorzuheben Steven Scharf.

 



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